Die Pinguinkolonie auf der Isla Magdalena fotografieren
Auf der Isla Magdalena kommen die Pinguine bis an den Pfad, die Fotos gelingen also fast von selbst. Was sie verdirbt, sind Wind und Gischt auf der Linse. Kalte Akkus verderben noch ein paar mehr, genau wie der Drang, sich zu weit vorzubeugen. Diese neun Tipps gelten für die Stunde an Land und die Fahrt an der Isla Marta vorbei.
Die Kamera, die du sowieso dabeihast
1. Ein Handy reicht, ein kurzer Zoom hilft
Die Magellan-Pinguine auf Magdalena stehen oft nur ein paar Schritte vom Pfad entfernt, und manche laufen direkt vor dir darüber. Ein modernes Handy kommt mit dieser Entfernung gut zurecht, für diesen Ausflug muss also niemand Ausrüstung kaufen.
Eine Kamera mit kurzem Zoom, etwa 24–105 mm an Vollformat, gibt dir mehr Reichweite für einen Vogel am hinteren Rand der Höhlen. Ein schweres Teleobjektiv bleibt hier zu Hause, anders als beim Königspinguin-Tag, an dem du die Vögel aus der Entfernung beobachtest.
Unser Ratgeber Magdalena oder Königspinguine vergleicht die beiden Kolonien, auch wie nah du jeweils herankommst. Der Abstand zu den Vögeln entscheidet über das Objektiv weit mehr als das Kameragehäuse.
Auf dem Pfad zwischen den Seilen
2. Geh tief, aber bleib auf dem Weg
Pinguinfotos aus Stehhöhe schauen auf die Vögel herab und machen sie flach. Geh in die Hocke, bis das Objektiv etwa auf ihrer Augenhöhe ist, und die Bilder ändern sich sofort.
Mach das auf dem markierten Pfad, nie mit einem Schritt über die Seile. Laut Caminos-Angebot ist der Weg etwa 800 m lang, und der Boden daneben ist voller Höhlen, die unter einem unachtsamen Fuß einstürzen.
3. Höhlenbilder, ohne dich vorzubeugen
Ein Pinguin, der aus seiner Höhle späht, gibt ein schönes Bild, und viele Höhlen liegen direkt am Pfad. Warte, bis einer den Kopf zeigt, statt dich über das Seil zu beugen und hineinzuschauen.
Zoom ein wenig heran oder fotografiere einen Schritt weiter hinten. Ein Vogel, der deinen Weg kreuzt, hat Vorrang, und unser Weg über den Leuchtturmpfad erklärt die Regeln auf dem Weg nach oben.
Morgenlicht und der Leuchtturm
4. Nutze den Leuchtturm als Hintergrund
Der rot-weiße Leuchtturm oben auf dem Hügel, 1902 gebaut, ist das Wahrzeichen der Insel. Setz einen Pinguin in den Vordergrund und den Turm dahinter, und das Bild sagt „Magdalena“ ohne Bildunterschrift.
Fotografiere von weiter unten am Hang, damit der Turm über die Graslinie ragt. Ein scharfer Vogel mit einem weicheren Leuchtturm dahinter wirkt besser als beide klein und scharf.
5. Morgenlicht auf dem frühen Boot
Mit den frühen Abfahrten bist du auf der Insel, solange die Sonne noch tief steht. Solos Viator-Angebot nennt 6:30 Uhr als Start in der Stadt, und Caminos fährt um 6:00 Uhr, beide lange vor dem harten Mittagslicht.
Tiefe Sonne gibt dem schwarz-weißen Gefieder Form statt harter Kontraste. Sie kommt außerdem oft mit ruhigerem Wasser, denn der Wind auf der Meerenge ist später am Tag häufig stärker.

Das frühe Schnellboot mit Fotostopp an der Isla Marta
Solo Expediciones bringt dich im Morgenlicht nach Magdalena und umrundet danach die Isla Marta mit ihren Seelöwen. Die Tour hat 4,6 aus 700+ Bewertungen auf GetYourGuide und 4,5 aus 100+ auf Viator.
Nasse Linsen und kalte Akkus
6. Nimm ein Tuch für die Linse mit
Gischt von der Überfahrt und Nieselregen am Hügel hinterlassen kleine Tropfen auf dem Glas, und jedes Foto wird weich. Ein Mikrofasertuch in einer trockenen Tasche löst das in Sekunden, ein Taschentuch verschmiert dagegen das Salz.
Wisch die Handylinse vor jeder Fotoserie ab, nicht erst, wenn dir die Unschärfe auffällt. Eine Gegenlichtblende oder eine hohle Hand hält außerdem seitlichen Regen von der Frontlinse fern.
7. Halte den Akku warm
Kälte leert Akkus schnell, und ein Handy, das im Hotelzimmer 40 Prozent zeigte, kann auf einem windigen Hügel ausgehen. Steck es zwischen den Aufnahmen in eine Innentasche, nah am Körper.
Lade am Vorabend alles auf und nimm eine kleine Powerbank fürs Handy mit. Ein Ersatzakku für die Kamera wiegt wenig und erspart dir den Weg zurück zur Anlegestelle.
Regeln, an die sich deine Kamera halten muss
8. Keine Drohnen, kein Blitz
Die Regeln von Caminos für die Insel schließen Drohnen aus, und die Kolonie ist ein Schutzgebiet, das Naturdenkmal Los Pingüinos (Monumento Natural Los Pingüinos). Lass die Drohne im Hotel, denn eine surrende Maschine über brütenden Vögeln verärgert einen Guide am schnellsten.
Schalte auch den Blitz aus. Das Tageslicht reicht für jedes Foto auf der Insel, und ein plötzlicher Lichtblitz erschreckt Vögel, die Eier oder Küken bewachen.
Anfassen und Füttern sind ebenfalls tabu, und Abstand halten ergibt ohnehin bessere Fotos. Ein Vogel, der sich sicher fühlt, putzt sich wieder oder ruft, und genau dieses Verhalten lohnt sich festzuhalten. Unser Ratgeber zur Pinguinsaison zeigt, wann die Küken kommen.
Seelöwen vom fahrenden Boot
9. Kurze Verschlusszeit an der Isla Marta
Auf Solos Tour verbringt das Boot etwa 30 Minuten rund um die Isla Marta, wo laut Angebot über 1.000 Südamerikanische Seelöwen an Land liegen. Du beobachtest vom Deck aus, während das Boot die ganze Zeit unter dir schaukelt.
Stell eine kurze Verschlusszeit ein, etwa 1/1000 s, wenn deine Kamera das erlaubt, oder halte den Auslöser am Handy für eine Serie gedrückt. Stütz die Ellbogen am Körper oder an der Reling ab und halte eine Hand am Boot, wenn es rollt.
Auf den Felsen sitzen auch Kormorane und Raubmöwen, und auf der Überfahrt sind Delfine möglich. Unser Ratgeber zu den Seelöwen der Isla Marta zeigt, was du sehen kannst, und unsere Packliste für die Insel nennt die Handschuhe, mit denen deine Finger beweglich bleiben.